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Die 4 Kampot-Pfeffersorten: Schwarz, Rot, Weiß und Grün

10. Juni 2026 durch

Fischsauce — vietnamesisch nước mắm, thailändisch nam pla — ist eines der ältesten und komplexesten Gewürze der asiatischen Gastronomie. Ergebnis einer langsamen Fermentation von Fisch und Salz, bildet sie das Umami-Fundament einer ganzen kulinarischen Zivilisation.

Ein jahrtausendealter Fermentationsprozess

Die Herstellung folgt einem uralten Protokoll: Frische Fische — Sardellen oder Makrelen — werden mit Meersalz in präzisen Verhältnissen gemischt, dann in große Holz- oder Betonbehälter geschichtet. Die Fermentation dauert 12 bis 24 Monate. Die natürlichen Enzyme des Fisches bauen Proteine in freie Aminosäuren ab, vor allem Glutamat — verantwortlich für Umami — und setzen eine außergewöhnliche Meeresgeschmack-Konzentration frei.

Wie man ein Etikett liest

Die Qualität wird in Stickstoffgraden (°N) gemessen: Je höher, desto konzentrierter. Erstpressung übersteigt 40°N; übliche Industrieprodukte liegen unter 20°N. Achten Sie auf "erste Pressung" oder "extra" — dies zeigt an, dass die Sauce dem ersten natürlichen Ablauf ohne Verdünnung entstammt.

Kulinarische Verwendung

Fischsauce beschränkt sich nicht auf asiatische Küchen. Einige Tropfen in eine Bolognese, einen Eintopf oder ein Dressing bringen unsichtbare, aber entscheidende Umami-Tiefe. In Asien wird sie roh als Würze, gekocht als Saucengrundlage oder mit Limette, Zucker und Chili verdünnt als nước chấm verwendet — die universelle Dippsauce der vietnamesischen Küche.

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